Es grünt so grün

Mit dem richtigen Schnitt bekommen Sie schöne Hecken

Eine Hecke will richtig geschnitten sein. (Foto: juefraphoto / stock.adobe.com)

Sie gliedern und gestalten den Garten und dienen als grüner Blickschutz: Die Rede ist von Hecken. Wie alle Pflanzen benötigen sie die richtige Pflege, damit man seine rechte Freude daran hat. In diesem Beitrag erfahren Sie mehr darüber, was einen guten Heckenschnitt ausmacht.

Naturschutzgesetze beachten

Hecken bieten für Vögel wichtigen Lebensraum, Nistplatz und Nahrung. Daher gibt es spezielle Naturschutzgesetze, die das Heckenschneiden regeln. (Foto: Heiner Witthake / stock.adobe.com)

Wenn es gerade in den eigenen Zeitplan passt, einfach die Heckenschere anschließen und los geht’s: Ganz so einfach ist es mit dem Heckenschneiden nicht. Denn zum Schutz der Vögel steht in Paragraph 39 des Bundesnaturschutzgesetzes geschrieben:

„Es ist verboten (…) Hecken, lebende Zäune, Gebüsche und andere Gehölze in der Zeit vom 1. März bis zum 30. September abzuschneiden, auf den Stock zu setzen oder zu beseitigen; zulässig sind schonende Form- und Pflegeschnitte zur Beseitigung des Zuwachses der Pflanzen oder zur Gesunderhaltung von Bäumen.“

Solche Maßnahmen zum Schutz der Vögel sind elementar wichtig. Dies wird deutlich, wenn man sich die Zahlen über das Vogelsterben anschaut. Eine Auswertung der Bestandsveränderungen bei den Feldvögeln ergab, dass diese im Zeitraum von 1980 bis 2016 um 40 Prozent abgenommen haben. Das liegt größtenteils daran, dass immer weniger Vögel großgezogen werden, was wiederum darauf zurückgeführt werden kann, dass die Tiere keinen passenden Lebensraum und Nahrung finden. Als Gartenbesitzer können Sie Ihren Beitrag zum Artenschutz leisten, indem Sie Hecken pflanzen, die den Tieren Lebensraum, Nistplatz und Nahrung bieten.

Erziehungsschnitt, Formschnitt und Co.

Schnitt ist nicht gleich Schnitt – es gibt verschiedene Schnitte für verschiedene Zwecke. (Foto: Patrizia Tilly / stock.adobe.com)

Schnitt ist nicht gleich Schnitt. Es gibt viele verschiedene Schnittarten, mit denen unterschiedliche Zwecke verfolgt werden. Beispielsweise wird mit dem Erziehungsschnitt der Pflanze „die Richtung vorgegeben“ und verhindert, dass sie unkontrolliert in die Breite und Höhe wächst. Beim Formschnitt werden nur die herauswachsenden Äste geschnitten, damit die Hecke ihre gewünschte Form behält. Wird die Hecke mehr geschnitten, spricht man auch vom Rückschnitt. Unter „auf den Stock setzen“ versteht man das Zurückschneiden auf eine Höhe von circa 10 bis 20 Zentimeter. Während beim sogenannten Pflegeschnitt nur die vereinzelt beschädigten Äste entfernt werden, muss z. B. bei einem Pilzbefall zum Gesundungsschnitt angesetzt werden, wo mit größer angelegtem Schnitt die Ausbreitung des Pilzbefalls verhindert wird.

Der richtige Zeitpunkt

Wichtig beim Heckenschneiden ist neben der richtigen Ausrüstung auch das passende Wetter. (Foto: sonne_fleckl / stock.adobe.com)

Die allgemeine Empfehlung lautet, im Februar, sobald kein Frost mehr zu erwarten ist, die Hecke in Form zu schneiden. Zu diesem Zeitpunkt können die Triebe den Eingriff besser verkraften, da sie noch nicht voll im Saft stehen. Im Spätsommer, also im August oder September, wird ein zweiter Formschnitt angeraten. Hier ist es besonders wichtig, zu kontrollieren, ob Vögel ihre Nester in der Hecke gebaut haben, um diese nicht zu zerstören. Zum Schneiden eignet sich trübes oder zumindest bewölktes Wetter, da die angeschnittenen Zweige sonst durch die pralle Sonne braun werden könnten. Bevor Sie zur Heckenschere greifen, sollten Sie jedoch auch einen Blick auf das Thermometer werfen. Denn: Die Äste werden beim Schneiden verletzt und bei Temperaturen, die kälter als -5 Grad sind, heilen diese „Wunden“ nicht mehr richtig.

Hecken brauchen zum Wachsen vor allem Wasser und Licht. Um diesen Bedürfnissen gerecht zu werden, eignet sich der sogenannte Trapezschnitt. Der Trapezschnitt sieht vor, dass die Hecke in der Krone schmaler und in der Basis breiter ist. So ist dafür gesorgt, dass auch der untere Teil der Hecke genügend Sonne abbekommt.

Tipps und Tricks zum geraden Schnitt

Heckenscheren gibt es auch mit Akku-, Strom- oder Benzinantrieb. (Foto: U. J. Alexander / stock.adobe.com)

Bevor man jedoch die Heckenschere ansetzt, ist es ratsam, einen kleinen Trick anzuwenden, damit man einen geraden Schnitt und somit ein sauberes Ergebnis erzielt. Dazu kann man zwei Holzpfähle im Boden befestigen und eine Maurerschnur auf der gewünschten Höhe spannen – so hat man beim Schneiden eine gute Orientierung und am Ende ein „astreines“ Ergebnis. Bitte denken Sie daran, beim Heckenschneiden eine persönliche Schutzausrüstung zu tragen. Dazu gehören u. a. eine Arbeitsbrille, Handschuhe und lange Kleidung. Denn die Haut kann – vor allem bei giftigen Hecken – allergisch reagieren, wenn sie mit dem Schnittgut in Kontakt kommt.

Bleibt abschließend nur noch die Wahl des richtigen Werkzeugs. Für kleinere Hecken oder „Schönheitskorrekturen“ tut es oft die einfache Handheckenschere. Für größere Hecken empfiehlt sich eine motorisierte Heckenschere. Diese gibt es zum einen mit Akku-Betrieb oder Benzinmotor. Hier haben Sie maximale Bewegungsfreiheit. Alternativ gibt es auch Heckenscheren, die über ein Kabel mit Strom versorgt werden. Hier jedoch bitte aufpassen, dass Sie sich nicht im Kabel verfangen oder das Kabel beschädigen.

Sind Sie noch auf der Suche nach dem passenden Schneidwerkzeug? Dann schauen Sie in unserem Onlineshop vorbei. Hier finden Sie eine große Auswahl an qualitativ hochwertigen Produkten. In diesem Sinne: Gut Schnitt!

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