Automatische Gartenbewässerung

Automatische Gartenbewässerung mit Sprinkler | Bild: Mariusz Blach fotolia.com
Automatische Gartenbewässerung mit Sprinkler | Bild: Mariusz Blach fotolia.com

Planen Sie eine Wellnessoase hinter dem Haus mit viel Grün, dann denken Sie dabei auch zeitnah an die Bewässerung. Mit einem automatischen Bewässerungssystem können Sie bei Ihren Pflanzen wenig falsch machen. Der Rasen wird regelmäßig gesprengt, der Boden bleibt feucht und Gras wie Blumen können wachsen und gedeihen. Erfahren Sie, wie Sie ein solches System selbst einrichten und was Sie benötigen.

Automatische vs. manuelle Bewässerung

Im Folgenden lesen Sie ein paar Überlegungen, warum und für wen eine manuelle oder automatische Gartenbewässerung empfehlenswert ist.

Gießen

Für ein gesundes Wachstum und Bestehen brauchen Pflanzen Wasser. In Gießkannen für den Garten passen gut und gern 10 Liter. Wenn es also nicht regnet, müssen Sie damit rechnen, mehrmals mit der Kanne hin- und herzulaufen. 1 Liter Wasser entspricht exakt einem Kilogramm Gewicht. Sie tragen mit einer vollen Kanne Wasser also gut 10 Kilo von einem Rande Ihres Gartens zum anderen. Gerade für ältere Menschen oder Menschen mit Rückenschmerzen kann das Gießen so zu einer Tortur werden. Besonders gesund ist das Tragen schwerer Dinge nicht.
Hinzu kommt das langsame Ausschütten des Wassers, das ein erhöhter Kraftakt ist.

Blumen mit Gießkanne gießen | Bild: K.-U. Häßler fotolia.com
Blumen mit Gießkanne gießen | Bild: K.-U. Häßler fotolia.com

Deshalb sind viele Gartenbesitzer dazu übergegangen, wesentlich weniger Wasser in der Gießkanne zu transportieren. Damit kommen sie gut zurecht, doch es kostet sie auch entsprechend mehr Zeit, bis alle Blumen und Beete gegossen worden sind. Wer keinen Gießplan hat, dem kann es passieren, dass er ab und zu ein paar Stellen vergisst.
Doch auch wenn Sie diese Schwierigkeiten meistern, spätestens bei Krankheit oder im Urlaub brauchen Sie jemanden, der sich um ihren Garten kümmern kann.

Manuelle Bewässerung

Die manuelle Bewässerung kann Ihnen schon viel erleichtern. Nach einer korrekten Installation nimmt Ihnen das System die körperliche Anstrengung ab, die Gießkanne fällt weg. Außerdem benötigen Sie keinen Gießplan mehr, denn das System wird dort aufgestellt, wo sich Gemüse, Beeren, Blumen und Rasen befinden. Sie werden also beim Gießen nicht übersehen.

Manuelle Bewässerung mit dem Gartenschlauch | Bild: NinaMalyna fotolia.com
Manuelle Bewässerung mit dem Gartenschlauch | Bild: NinaMalyna fotolia.com

Was das System Ihnen jedoch nicht abnehmen kann, ist das Einschalten und Ausschalten. Denn eine manuelle Bewässerung wird per Hand aktiviert, wie der Name schon sagt. Das heißt, auch im Urlaub oder bei längerer Krankheit sind Sie auf die Hilfe einer weiteren Person angewiesen, die in Ihren Garten geht und das Bewässerungssystem händig bedient.

Automatische Bewässerung

Auf die Betreuung durch eine weitere Person können Sie bei der automatischen Bewässerung verzichten. Selbst Sie als Gartenbesitzer müssen nicht mehr während Ihres Aufenthalts Hand anlegen. Anstelle der manuellen Aktivierung achtet eine integrierte Uhr darauf, dass die Pflanzen regelmäßig Wasser bekommen. Zu einer von Ihnen eingestellten Zeit wird der Garten bewässert.
Die interne Uhr fungiert über ein computergestütztes System. Bei einer hochwertigen automatischen Gartenbewässerung können ebenso Sensoren installiert sein, die zum Beispiel anhand der Luftfeuchtigkeit entscheiden, ob eine Bewässerung angebracht erscheint. An sehr trockenen Tagen wird häufiger, an sehr feuchten Tagen weniger oft gegossen.

Bewässerungscomputer | Bild: Gardena
Bewässerungscomputer | Bild: Gardena

Haben Sie eine Hausautomation, sozusagen ein „Smart Home“, kann automatische Bewässerung in diese integriert werden.

Bewässerungsplanung

 

Bewässerungsplan | Bild: Gardomat
Bewässerungsplan | Bild: Gardomat

Ob Sie eine manuelle oder automatische Bewässerung wählen, einen Bewässerungsplan benötigen Sie in beiden Fällen. Auf ihm lässt sich eine maßstabsgetreue Anordnung Ihrer Sprinkler und Regner aufzeichnen, sodass Sie sich später nur noch nach Ihrem Plan bei der Installation des Systems in Ihren Garten orientieren müssen.
Nehmen Sie für diese Aufgabe Ihren Grundstücksplanbewässernmöchten:

  • Rasen
  • Beete
  • Sträucher

Zeichnen Sie anschließend die Bereiche ein, die Sie nicht bewässern möchten:

  • Gebäude
  • Wege

Anschließend markieren Sie bei den nicht zu bewässernden Bereichen alle möglichen Hindernisse für Ihr Bewässerungssystem bzw. die Sprinkler und Regner:

  • Gebäude
  • Bäume
  • Mauern

Als Orientierung für eine maßstabsgetreue Anwendung nutzen Sie aufgezeichnete große Objekte, wie zum Beispiel Ihr Gartenhaus und/oder die vorstehende Terrasse. Haben Sie einen Teich, können Sie auch diesen als Orientierung verwenden.

Über Ventile lässt sich bei einer automatischen Bewässerung die Intensität der einzelnen Regner regeln. Haben Sie daher verschieden zu behandelnde Pflanzen, markieren Sie diese je nach Häufigkeitsgrad bzw. Intensität der Bewässerung.

Tipp: Zeichnen Sie gleich zu Anfang eine Legende, damit Sie später nicht überlegen müssen, wofür diese Schraffierung oder jene Farbe stehen.
Bedenken Sie bei der Zeichnung, dass Sie ebenso einen Platz für den Wasseranschluss, den Pumpenstandort und nicht zuletzt den Stromanschluss berücksichtigen müssen

Wasserzufuhr prüfen

Für eine automatische oder auch manuelle Bewässerung eignet sich ein Hausanschluss nur bedingt. Außerdem ist es nicht nötig, Trinkwasser zu verschwenden. Haben Sie eine Zisterne oder einen Brunnen in Ihrem Garten, nutzen Sie sie!
In Zisternen oder Regentonnen sammelt sich das Regenwasser ? eine hervorragende Quelle für Ihr Brauchwasser. Mit Saug- oder Tauchpumpen kann das gespeicherte Wasser für den Einsatz im Garten heraufgepumpt werden.
Eine weitere Quelle für Wasserzufuhr ist ein Brunnen. Die meisten Brunnen führen Grundwasser. Um einen Brunnen anzuzapfen, reichen Tauchpumpen oft nicht aus.

Pumpen nutzen

Pumpen holen mithilfe eines aufgebauten Druckes das Wasser aus der Zisterne bzw. aus dem Brunnen.
Wer sein Brunnenwasser für mehr als nur die Bewässerung wie beispielsweise für die Waschmaschine, zur Reinigung oder für die Toilettenspülung nutzen möchte, dem sei ein Hauswasserwerk empfohlen. Hierbei handelt es sich um die Weiterentwicklung einer Pumpe. Eine Pumpe ist integriert und auch das Herz des Werkes. Der Vorteil ist jedoch, dass Hauswasserwerke Wasser in einem integrierten Druckbehälter speichern und sich bei Gebrauch aktivieren.

Entnehmen Sie dem Hauswasserwerk das gepumpte Brunnenwasser, wird es eine ähnliche Menge nachpumpen, sodass Sie bei erneuter Verwendung wieder genug Wasser zur Verfügung haben.
Dieses Nachpumpen wird durch den Druckbehälter realisiert. Sinkt das Wasser im Behälter, sinkt der Druck. Um diesen wieder zu aufzubauen, wird weiteres Wasser in den Behälter gepumpt.

Eine Abschaltvorrichtung sorgt dafür, dass sich das Hauswasserwerk bei einer bestimmten Druckmenge aus Sicherheitsgründen abschaltet.
Eine Standard-Pumpe hingegen enthält keinen Druck- oder andere Behälter zum Speichern des Wassers. Sie pumpt so lange, wie Sie die Pumpe angeschaltet lassen, und hört auf, sobald Sie die Pumpe ausschalten. Eine Weiterentwicklung des Hauswasserwerkes ist der sogenannte Hauswasserautomat. Hierbei handelt es sich um eine Pumpe ohne Druckbehälter. Der Hauswasserautomat schaltet sich automatisch ein, wenn die Öffnung betätigt wird und wieder ab, wenn der Deckel wieder geschlossen wird. Der im Inneren erzeugte Druck baut sich schneller auf als bei Hauswasserwerken und sinkt entsprechend langsamer nach Nutzung. Wasser wird in einem Behältnis gespeichert.

 

Hauswasserautomat | Bild: Gardena
Hauswasserautomat | Bild: Gardena

Wasserdruck und Fließmenge

Für eine manuelle oder automatische Gartenbewässerung müssen Ihre Wasserhähne und/oder Wasserpumpen eine bestimmte Leistung erbringen. Es muss also eine bestimmte Menge an Wasser pro Stunde zur Verfügung stehen.

Bei der Pumpe können Sie die Leistung in den technischen Daten ablesen. Außerdem hilft Ihnen bei der Berechnung des Wasserdrucks ein Manometer bzw. ein Barometer weiter. Die Einheit für Wasserdruck ist bar. In der Regel handelt es sich bei normalen Hausanschlüssen um 0,5. bar.

Druckmessung/Manometer | Bild: blende11.photo fotolia.com
Druckmessung/Manometer | Bild: blende11.photo fotolia.com

Für die Berechnung der Fließmenge beim Wasserhahn gibt es eine einfache Methode. Dafür benötigen Sie eine Stoppuhr und einen Standardeimer (10 Liter). Drehen Sie den Wasserhahn voll auf, lassen Sie ihn den Eimer befüllen. Zeitgleich mit dem Aufdrehen des Wasserhahns aktivieren Sie die Stoppuhr.

Ist der Eimer vollgelaufen, drehen Sie den Hahn zu und schalten die Stoppuhr ab.

Sie berechnen die Fließmenge, indem Sie die Literanzahl mit der verbrauchten Zeit und anschließend mit 60 (Umrechnungszahl Stunde/Minute) multiplizieren.

Ist der Eimer in einer Minute voll, rechnen Sie: 10l x 1 Minute x 60.
Die Fließmenge beträgt 600l pro Stunde. Bei der Hälfte der Zeit (30 Sekunden) hätten Sie demzufolge 1200 Liter pro Stunde zur Verfügung.

Ober- oder unterirdisch?

Bei den Bewässerungssystemen können Sie für ein ober- oder unterirdisches Verfahren entscheiden.
Die oberirdischen sind dabei die am einfachsten zu installierenden Systeme.

Bewässerungssysteme oberirdisch

Die simpelsten Bewässerungssysteme bestehen aus einem PE-Schlauch mit vorgefertigten Löchern. Diesen legen Sie entlang der zu bewässernden Stellen.  In die Löcher werden die Regner und Sprinkler eingeklickt bzw. eingeschraubt. Die übrigen Aussparungen werden mit einem Pfropfen versiegelt. Ventile werden bei Bedarf einzeln eingesetzt. Dafür muss der PE-Schlauch zerschnitten und anschließend mit dem Ventil verbunden werden.

Diese Systeme eignen sich an Stellen, an denen Sie nicht darüber stolpern, wie zum Beispiel an Büschen oder Beeten an den Randwegen.

gartenbewaesserung oberirdisch | Bild: Ffelten fotolia.com
gartenbewaesserung oberirdisch | Bild: Ffelten fotolia.com

Eine automatische Gartenbewässerung mit vielen Komponenten und für sehr große Flächen ist in der Regel unterirdisch angelegt. Ebenso wie bei dem oberirdischen System fließt das Wasser durch einen PE-Schlauch, oder eine PE-Rohrleitung. Dieser wird zerschnitten und mit Ventilen, Sprinklern, Regnern und allen anderen Komponenten des Systems verbunden. Für diese Verbindung sind spezielle PE-Verschraubungen und Steckverbindungen nötig, damit das System wasserdicht bleibt. Mehr zur Installation einer solchen Bewässerungsanlage finden Sie im Abschnitt „Automatisches Bewässerungssystem installieren“.

Die Technik dahinter

Nachdem Sie Wasserdruck und Fließmenge kennen, ermitteln Sie, wie viele Regner und Sprinkler Sie mit dem Bewässerungssystem verbinden können. Zu einem Bewässerungssystem gehören Ventile, Regner, Sprinkler und Versenkdüsen. Bei einer automatischen Bewässerungsanlage kommt zusätzlich das Steuersystem hinzu und die Komponenten, Ventile sind elektrisch.

Steuerung

Sie haben die Wahl zwischen batteriebetriebenen oder Netzstrom-Systemen. Mit den batteriebetriebenen Systemen sind Sie unabhängig von örtlicher Stromzufuhr. Dafür müssen Sie jedoch den Akkustand Ihrer Batterie im Auge behalten und gegebenenfalls die Batterie austauschen.
Die Steuerungen können je nach Modell und Hersteller folgende Leistungen beinhalten:

  • Zyklensteuerung
  • Beregnungsdauer
  • Manuelle Festlegung der Startzeit
  • Saisonbedingte Einstellungen (z. B. Beregnung im Sommer häufiger als im Herbst)

Ventile

Sprinkler und Regner werden in Gruppen installiert, zum Beispiel auf einem Rasen oder in einem Beet. Jede Gruppe hat ein Ventil, mit dem die einzelnen Komponenten über einen PE-Schlauch verbunden sind. Die Ventile sorgen für die Wasserzufuhr. Sie sperren, begrenzen oder öffnen sie.

Ventile können wie auch die Steuerungen batteriebetrieben sein oder von einem Netzstrom abhängig sein.

Um die Ventile vor Wind und Wetter zu schützen, werden sie in Ventilkästen positioniert.

Regner

Regner und Sprinkler sind die eigentlichen Wasserwerfer des Systems. Tatsächlich werden sie unter anderem nach ihrer Wurfweite, der Reichweite ihres Strahls, ausgewählt.
Sie bestehen aus Dosierstücken und Dosierdüsen. Während die Dosierstücke die Wassermenge bestimmen, definieren die Dosierdüsen den Sprühradius bzw. die Sprührichtung. Das bedeutet, der Wasserdruck bzw. die Durchflussmenge ist in einem geschlossenen Bewässerungssystem immer gleich. Sie werden erst durch die Ventile bzw. Regner modifiziert.

Für welche Verwendung ist welcher Regner geeignet?

Die Entscheidungskriterien im Einzelnen:

  • Wurfweite
  • Position: rotierend / feststehend
  • ober- oder unterirdisch
  • Druckflussmenge

Nach diesen Eigenschaften unterscheiden sich die Regner. Als Beispiele seien hier einige vorgestellt:
Viereckregner: sind rotierende Regner, die vor allem für den Rasen geeignet sind. Ihr Sprühverhalten ist relativ unregelmäßig. Sie sind daher für Bereiche mit unterschiedlichem Bewässerungsgrad konzipiert. Pfützenbildung wie bei Kreisregnern entsteht in der Regel nicht.

Viereckregner | Bild: Gardena
Viereckregner | Bild: Gardena

Kreisregner: rotieren gleichmäßig im Kreis und befeuchten alles in einem Umkreis bis zu 18 Metern, je nach Modell und Hersteller. Die gleichmäßige Rotation kann bei einem Zuviel leicht zu einer Pfützenbildung führen. Daher sollten Sie den Regner umstellen können. Eine oberirdische Position ist empfehlenswert.

Stoßregner: sind ebenfalls rotierend, jedoch nicht gleichmäßig, sondern impulsartig. Durch diese Methode erzielen sie eine höherer Wurfweite und sind daher für große Flächen geeignet.

Vielflächenregner AquaContour | Bild: Gardena
Vielflächenregner AquaContour | Bild: Gardena

Mehrflächenregner: ist für größere Flächen vorgesehen. Der Regner kann bei einem kleinen Budget mehrere Regner ersetzen, da er sowohl punktgenau abstrahlen bzw. im Kreis oder Halbkreis rotieren kann. Er wird auch Vielflächenregner genannt.

Beetregner: sind längliche Schläuche mit Einspritzdüsen. Sie werden an oder in das Beet gelegt. Die Pflanzen, zumeist Gemüse oder Reihenblumen, werden von unten besprüht. Junge Pflänzchen erfahren somit eine sehr behutsame Behandlung.

Versenkregner: erfüllen eine ähnliche Aufgabe wie die Beetregner. Auch sie sorgen für ein behutsames Sprühen von unten. Der Unterschied besteht darin, dass der Beetregner ober- und Versenkregner in der Regel unterirdisch installiert werden.

Sonstiges

Steuerung, Ventile und Regner werden grob gesprochen mit einem PE-Schlauch verbunden und bilden die Hauptkomponenten des Systems. Zum Abdichten und Sichern sind weitere Komponenten nötig. Darunter sind Steckverbindungen (PE-Verschraubungen) zwischen PE-Rohrleitung und Systemteilen, ebenso der Kugelhahn zum Sperren und Entsperren der Wassermengen und andere.

Eine manuelle oder automatische Gartenbewässerung kann schnell aus rund 40 Teilen bestehen.

Automatisches Bewässerungssystem installieren

Haben Sie sich für ein Bewässerungssystem entschieden, gilt es nun, den Bewässerungsplan in die Tat umzusetzen.

Für ein unterirdisches System benötigen Sie zunächst einen Aushub entlang der markierten Strecken auf Ihrem Bewässerungsplan. Der Aushub sollte mindestens 30 cm betragen, damit alle Komponenten darin Platz finden und die Grasnarbe wieder ebenerdig platziert werden kann.

Aushub im Garten für ein Bewässerungssystem | Bild: Fee Klinkerglocke fotolia.com
Aushub im Garten für ein Bewässerungssystem | Bild: Fee Klinkerglocke fotolia.com

Positionieren Sie nach Ihrer Zeichnung die Komponenten an der für sie bestimmten Stelle. Messen Sie die Entfernung von Wasserhahn zu Steuerung, von Steuerung zu Ventilen und von Ventilen zu Regnern und Sprinklern aus. Diese Maße benötigen Sie, um den PE-Schlauch in maßgenaue Stücke zu zerschneiden. Verbinden Sie PE-Schlauch und Komponenten durch PE-Verschraubungen und Steckverbindungen miteinander. Bedenken Sie auch die Anbindung ans Stromnetz.

Wenn Sie alle Komponenten installiert haben, führen Sie einen Probewasserlauf durch. Gehen Sie die Strecken entlang, achten Sie auf Schwachstellen und bessern Sie nach.

Wenn Sie mit der Installation zufrieden sind, können Sie nun das Finale anstreben. Falls Sie sich für ein unterirdisches Bewässerungssystem entschieden haben, legen Sie Schlauch und Komponenten vorsichtig in den Aushub.

Gartenbewässerung unter der Erde - erst nach dem ersten Probedurchlauf zuschütten
Gartenbewässerung unter der Erde – erst nach dem ersten Probedurchlauf zuschütten | Bild: rschlie fotolia.com

Betten Sie die Ventile auf Kies, womit Sie einen zusätzlichen Frostschutz erreichen können. Stehen Ihnen Ventilkästen zur Verfügung decken Sie die Ventile mit ihnen ab. Legen Sie nun die Grasnarbe wieder auf den Boden und markieren Sie Ihre Strecke. Damit verhindern Sie, dass es jemand aus Versehen beschädigt.

Haben Sie eine oberirdische automatische Gartenbewässerung gewählt, verstecken Sie den Schlauch unter Moos und Laub oder überhäufen Sie es mit etwas Erde.

Fragen und Antworten zur Gartenbewässerung

Im Anschluss finden Sie die häufigsten Fragen und die entsprechenden Antworten. Haben Sie selbst Anregungen oder Fragen, freuen wir uns über Ihre Nachricht!

Welche Pumpe eignet sich für eine Gartenbewässerung?

Für eine Zisterne könnte eine Tauchpumpe ausreichend sein. Für einen Brunnen ist eine Saugpumpe oder ein Hauswasserwerk empfehlenswert. Mehr dazu findet sich unter Pumpen nutzen.

Wie tief sollte ein unterirdisches System installiert werden?

Um alle Komponenten sicher unterzubringen, empfiehlt sich eine Tiefe von mindestens 30 cm. Darf ich mit meiner Pumpe Wasser aus einem nahe gelegenen Fluss oder See für die Gartenbewässerung nutzen?

Dieser Wunsch muss beantragt werden. Es ist die Erlaubnis in der Gemeinde einzuholen. Die private Nutzung von staatlichen Gewässern wird über das Landeswassergesetz des jeweiligen Bundeslandes geregelt.

Können Tauchpumpen verwendet werden?
Tauchpumpen sind für das Pumpen von Wassern aus Zisternen durchaus möglich. Für das Wasser aus einem Brunnen sind sie aufgrund ihres zu geringen Druckes nicht geeignet.

Wieviel Bar benötigt man für eine Gartenbewässerung?
Es reichen bereits die üblichen 0,5 bar aus. Viel wichtiger als der Wasserdruck ist die Durchflussmenge. Mehr dazu findet sich im Abschnitt Wasserdruck und Durchflussmenge.

Wie viel Wasser braucht man dafür?
Hier kommt es auf die Größe der zu bewässernden Fläche an. Dennoch ist es ratsam, sich Brauchwasser aus Zisternen oder aus einem Brunnen zu organisieren, da das Trinkwasser aus der Leitung dafür zu schade ist.

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