Sonnenschutz auch im Garten

Mädchen im Garten trägt Sonnenschutz auf
Mädchen im Garten trägt Sonnenschutz auf | Bild: Firma V fotolia.com

Nicht nur bei 30 Grad im Sommer können Sie Sonnenbrand erleiden. Denn die Wärme der Sonnenstrahlen ist weniger ausschlaggebend für diese Hautentzündung. UV-Strahlen sind es, die die Haut stark in Mitleidenschaft ziehen können. Diese Strahlen sind keinesfalls von der Wärme eines Sommertages abhängig und von kühlendem Wind lassen sie sich auch nicht abhalten. Mehr darüber erfahren Sie jetzt.

Was ist Sonnenbrand?

Dermatitis solaris ist ein Fachbegriff für Sonnenbrand. Dermatitis steht für Hautentzündung, solaris lässt sich mit „Sonnen-“ übersetzen. Es handelt sich also um eine Sonnen-Hautentzündung bzw. eine Entzündung (unter) der Haut durch die Sonne. Konkret werden diese durch die mit dem Licht ausgesendeten UV-Strahlen verursacht.

Sonnenbrand: Haut gerötet
Sonnenbrand: Haut gerötet | Bild: Hans

Hier ist zu unterscheiden zwischen UVA-Strahlen und UVB-Strahlen. Die langwelligen UVA-Strahlen werden eher als Verursacher für vorzeitige Hautalterung gesehen, da sie tief eindringen und das Bindehautgewebe verletzen. In letzter Zeit gibt es Studien, die belegen, dass auch UVA-Strahlen einen Anteil an der Hautkrebs-Bildung haben. Die kurzwelligen und dafür energiereichen UVB-Strahlen sind jedoch schon lange als Hauptverursacher von Sonnenbrand bekannt.

Neben den Schmerzen, die Sonnenbrand verursacht, steigt zugleich das Risiko für Hautkrebs an, was mit dem Schwarzen Hautkrebs seinen gefährlichsten Vertreter aufweist.

Warum kann es bei Sonnenbrand zu Hautkrebs kommen?

Bei einer Entzündung reagiert der menschliche Körper mit Wundheilung, das heißt, die verletzten Stellen werden repariert. Reparationen vollziehen sich mit vorhandenem Zellmaterial. Die Haut flickt sich selbst wieder zusammen. Bei solch tiefsitzenden Entzündungen, wie sie vor allem von den energiereichen UVB-Strahlen verursacht werden, kann es jedoch zu Fehlern bei den Reparationen kommen. Bei schweren oder stetig wachsenden Schäden verliert sich der Bauplan (das Erbgut). Die Folge: Die Reparationen geraten ins Stocken oder ändern ihren Kurs. Das bauplanlose bzw. veränderte Zellwachstum führt zur Zerstörung und Ersetzung von gesunden Zellen, (Haut-)Krebs.

„Sonnenkonto“ oder „Die Haut vergisst nie“

Seit ein paar Jahren kursiert die Metapher „Sonnenkonto“ zu diesem Thema durch die Medien. Den Begriff prägte der Dermatologe Prof. Dr. med. Eggert Stockfleth. Damit ist gemeint, dass jede UV-Strahlung, die auf bzw. unter die Haut trifft, wie Geld bei einem Bankkonto von der Haut einkassiert wird. Je mehr Strahlen zur Haut durchdringen, umso größer ist die Gefahr, dass das Erbgut geschädigt wird. Dabei kann es bereits bei einer einmaligen „Einzahlung“, wenn sie denn „groß“ genug ist, oder nach Jahren in kleinen Dosen zu irreparablen Schäden kommen.

Kind mit Sonnenbrand
Kind mit Sonnenbrand | Bild: ajlatan fotolia.com

Hinweis: Kinderhaut ist bis zum 12. Lebensjahr besonders gefährdet, da sie dünner und somit anfälliger ist als die Haut von einem Erwachsenen.

Gemäß dem Sonnenkonto kommt hinzu: Je öfter die Haut von UV-Strahlen getroffen wird, umso höher steigt die Gefahr von Hautkrebs. Erwachsene, die bereits von Kindheit an immer wieder mit Sonnenbrand zu kämpfen hatten, sind umso gefährdeter.

Braun zu werden ist ein Abwehrmechanismus der Haut

"Sonne auf der Haut/Hand" | Bild: Christian Stoll fotolia.com
Urlaubsstimmung: „Sonne auf der Haut/Hand“ | Bild: Christian Stoll fotolia.com

Ein brauner Teint wirkt auf viele Menschen besonders anziehend. Er verheißt Sonne, Meer und Urlaub. Dabei handelt sich beim Braunwerden lediglich um einen Schutzmechanismus der Haut. Die Bräune wird durch das körpereigene Pigment Melanin erzeugt, gebildet von den sogenannten Melanozyten. Melanin absorbiert die UV-Strahlung, sodass diese nicht zu den inneren Hautschichten durchdringen kann. UV-Strahlung regt die Melanin-Bildung der Zellen an und ist ebenso für ihre Entartung zuständig. Wenn Melanozyten unkontrolliert Melanin produzieren, bilden sich auf der Haut schwarze oder braune Flecken, auch genannt: Schwarzer Hautkrebs (malignes Melanom). Wird dieser nicht rechtzeitig erkannt, können Tochterzellen (Metastasen) über das Blut und die Nymphen in lebenswichtige Organe gelangen und dort die Zellen zerstören.

Tipp: Hautkrebs ist heilbar, wenn er rechtzeitig erkannt wird. Aus diesem Grunde ist ein regelmäßiges Haut-Screening (professionelles Prüfen der Haut) durch Ihren Hautarzt zu empfehlen. Ab dem 35. Lebensjahr können die Kosten für diese Untersuchung in Deutschland von der Krankenkasse übernommen werden. Auch frühere Altersgrenzen sind möglich. Befragen Sie dazu Ihre Krankenkasse.

Braun wird man auch im Schatten

Um UV-Strahlung von der eigenen Haut fern zu halten, reicht es nicht aus, sich in den Schatten zu setzen. Zwar nimmt die Strahlung in der Intensität ab, doch ganz ohne Schutz kommen immer noch genug UV-Strahlen an. Aus diesem Grunde ist es auch möglich, im Schatten braun zu werden.

Hängematte im Schatten
Hängematte im Schatten | Bild: Dudarev Mikhail fotolia.com

Ebenso schützen Wolken nur bedingt vor UV-Strahlung. Zwar wird ein Teil der Strahlung gestoppt, doch ein großer Teil gelangt dennoch auf die Erde.

Sonne bricht durch Wolken
Sonne bricht durch Wolken | Bild: PublicDomainPictures

Forscher auf Sylt fanden zudem heraus, dass bei leichten Wolken die Intensität der Strahlung höher sein kann als bei einem wolkenlosen Himmel. Schuld sei die verstärkte Reflexion der Strahlung durch die Wassertröpfchen, aus denen die Wolken bestehen. Breche die Sonne durch, könnte die UV-Strahlung auf diese Weise um einiges höher sein.

UV-Strahlung bricht durch klares Wasser

Durch klares, farbloses Wasser brechen UV-Strahlen mühelos durch. Nicht von ungefähr haben Koi in besonders sauberem Wasser mit Sonnenbrand zu kämpfen. Je trüber ein Wasser ist, umso weniger UV-Strahlen finden den Weg hinein. Diese Trübe kommt von Partikeln oder Organismen, die die Strahlung absorbieren oder reflektieren.

Frau schwimmend | Bild: Pezibear
Die Wasserfläche wirkt für UV-Strahlen wie ein Spiegel | Bild: Pezibear

Wasser weicht zudem den Schutzfilm der Haut (obere Fettschicht) auf, sodass die Haut im Wasser ungeschützter ist als an Land. Die UV-Strahlen können somit noch schneller eindringen als im trockenen Zustand.  Des Weiteren ergibt sich ein natürlicher Effekt durch das Wasser. Während Strahlung durch Erde absorbiert wird, wird sie auf der Wasseroberfläche gebrochen und reflektiert (gespiegelt), sodass sie nun mehr (Körper-)Flächen erreicht als an Land. Diesen Effekt erleben Sie auch im weißen Sand oder im Schnee (Stichwort: Schneeblindheit).

Das heißt jedoch nicht, dass Sie eine Algenschicht ansetzen sollten, bevor Sie sich in Ihren Schwimmteich begeben. Achten Sie nur darauf, dass Sie Ihre Haut auch zum Baden ausreichend schützen.

Sonnenbrand entgegenwirken

Die Haut kann sich nur bedingt gegen UV-Strahlung wehren, sodass weitere Maßnahmen getroffen werden müssen. Wie weit Sie Ihrer Sonnencreme dabei vertrauen können, richtet sich nach Faktoren. Dies und mehr erfahren Sie im folgenden Abschnitt.

Eigenschutz der Haut – Hauttypen

Wie bereits erwähnt, ist die Melanin-Bildung ein Schutzmechanismus der Haut auf UV-Strahlung, insbesondere UVB-Strahlung. Jede Haut baut einen individuellen Eigenschutz auf, der je nach Hauttyp kurzfristig oder langfristig wirkt. Wie viel Melanin sich bilden kann, ist abhängig von der Genetik. Bei Menschen mit heller Haut ist die Melanin-Bildung schwach, bei Menschen mit dunkler Hautfarbe stark ausgeprägt. Insgesamt lassen sich 4 Hauttypen unterscheiden:

  • Hauttyp I: helle Haut, rote Haare, Sommersprossen, Eigenschutz für nur kurze Zeit
  • Hauttyp II: helle Haut, blonde, braune Haare, Eigenschutzzeit bis zu 10 min
  • Hauttyp III: mittlere Hautfarbe, braune, grüne, blaue, graue Augen, Eigenschutzzeit bis zu 20 min
  • Hauttyp IV: dunkle Hautfarbe, braune Augen, Eigenschutzzeit mehr als 30 min

Braune Augen sind bereits ein Nachweis für einen gewissen Anteil an Melanin. Haben Sie daher braune Augen, gehören Sie schon mindestens dem Hauttyp III an.

Genauer ist die Einordnung in 6 Hauttypen. Auch bei dieser Variante sind Sie mit braunen Augen mindestens zu Hauttyp III zu zählen. Ab Hauttyp IV ist die Hautfarbe als dunkel zu beschreiben, Hauttyp VI ist schließlich definiert mit: schwarze Haare, schwarze Augen, schwarze Haut.

UV-Index kennen

Der UV-Index ist eine international gültige Mess-Skala für Sonnenstärke bzw. die Intensität der UV-Strahlung durch die Sonne. Die Skala reicht von 1 (ungefährlich) bis 11 (Sonne meiden). Ab 3 bis 5 ist Standard-Sonnenschutz aufzutragen. Ab 6 bis 7 sollte zusätzlich das Verweilen um die Mittagszeit im Schatten erfolgen. Sobald Index 8 erreicht ist, sollten Sie stärkere Maßnahmen ergreifen. Neben den bereits genannten Maßnahmen, sollten Sie sich von 11 bis 15 Uhr am besten gar nicht in der Sonne aufhalten.

In Deutschland finden sich Werte bis 8, in den Sommermonaten ist auch Index 9 zu erwarten.

UVI-Apps

Den UV-Index (UVI) und Ihre empfohlene max. Verweildauer in der Sonne können Sie über verschiedene Apps für Mobilfunkgeräte ermitteln. Daten, die Sie mindestens einzugeben haben, sind:

  • Ihr Hauttyp, um eine standardisierte Eigenschutzzeit anzugeben
  • Ihr Standort, um den UVI für diesen Standort anzuzeigen (insofern die Abfrage nicht bereits automatisch erfolgt)
  • Lichtschutzfaktor der verwendeten Sonnencreme, wichtig für die Berechnung der max. Verweildauer in der Sonne
Beispiel für App UV-Check
Beispiel für App UV-Check: Hier kann die Eingabe weiterer Daten die Messwerte genauer machen: aktuelle Bewölkung, Berghöhe, Wasser oder Schnee | Bild: Screenshots, Android-Version (Google Play)

Haben Sie die Daten eingegeben, zeigt Ihnen die App Ihre max. Verweildauer in der Sonne an. Zu gegebener Zeit kann je nach App ein Alarm ertönen, der Sie an das Zeitfenster erinnert.

Bekannte Apps sind zum Beispiel:

  • Sonnen-Konto – Gemeinschaftsprojekt vom Hautkrebs Netzwerk Deutschland e.V., der Europäischen Hautkrebsstiftung (ESCF) und der Leo Pharma GmbH
  • uv-check.de – Gemeinschaftsprojekt des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) und des Berufsverbands für Deutsche Dermatologen

Lichtschutzfaktor für Sonnencremes

Sonnencreme schützt die Haut - für ein paar Stunden
Die Creme wirkt wie eine Schutzschicht für die Haut. Um diese Schicht so lückenlos wie möglich zu gestalten, tragen Sie ausreichend Sonnencreme auf.

Sonnencremes schützen für einige Stunden die Haut vor UV-Strahlung. Je nach Hauttyp dauert der Schutz zwischen einer und mehreren Stunden. Kennen Sie Ihren Hauttyp, können Sie mithilfe des Lichtschutzfaktors (LSF) ermitteln, wie lange Ihre Haut ungefähr geschützt ist.

Ein Beispiel: Sie sind Hauttyp 2, Ihre Eigenschutzzeit beträgt bis zu 10 min. Sie nutzen eine Sonnencreme mit LSF 20. Sie sind also bis zu 200 min geschützt (20 x 10).

Hinweis: Diese Rechnung ist Standard. Die bereits oben erwähnten Wolken-Reflexionen und andere Wetterbeeinflussungen können diese Zeit verkürzen. Reizen Sie sie daher nicht aus! Greifen Sie bei Unsicherheit auf eine der oben genannten UV-Index-Apps zurück.

Da der Schutzfilm durch Schwitzen, Reiben und Baden verdünnt wird, cremen Sie entsprechend nach.

Hinweis: Sie verlängern die Schutzzeit nicht, wenn Sie noch einmal eine Portion Sonnencreme nachgeben.

Spätestens wenn die maximale Zeit erreicht ist, sollten Sie die Sonne meiden, insofern Sie keine alternativen Maßnahmen ergreifen.

Tipp: Da nach jüngster Forschung auch UVA-Strahlen Hautkrebs verursachen können, bieten viele Hersteller Sunblocker mit UVA- und UVB-Schutz an.

Kleidung

Wo die Haut bedeckt ist, ist sie geschützt. Das kann – für eine gewisse Zeit – eine Creme sein. Langfristig gesehen jedoch ist es das eigene Outfit, das, an- oder unangemessen getragen, der UV-Strahlung entgegenwirkt. Die Kombi: lange Hose oder langer Rock, langärmeliges Shirt, Kopfbedeckung, sei es ein Tuch, ein Cape oder ein Sonnenhut, sowie festes Schuhwerk bedeckt den Körper weitflächig. Damit sich unter der Kleidung keine Wärme staut, sollte die Kleidung luftig sein. Mit eng anliegenden Hosen oder Shirts tun Sie sich im Sommer keinen Gefallen. Greifen Sie daher lieber auf weite Kleidung zurück. Unter luftiger Kleidung kann die Luft zirkulieren und etwas abkühlen. Diese Briese werden sie als angenehmes Lüftchen an Ihrem Körper spüren.

Alltagskleidung in Südafrika
Alltagskleidung in Südafrika | Bild: madiba

Achten Sie auch auf die Beschaffenheit der Kleidung. Durch weitmaschige Kleidung dringen noch genug UV-Strahlen durch. Tragen Sie stattdessen engmaschige Shirts, Röcke oder Hosen. Je enger die Maschen sind, umso weniger Spielraum bieten Sie den Strahlen.

UV-Schutz-Kleidung

Besonders in den Regionen, in denen sich die vor UV-Strahlen schützende Ozonschicht so weit abgebaut hat, dass von einem Ozonloch die Rede ist, hat sich Kleidung mit UV-Schutz etabliert. Den ersten relevanten Standard führten Australien und Neuseeland ein (AS/NZS 4399:1996).

Dieser Trend ist längst auch nach Europa übergesprungen. Legen Sie viel Wert auf UV-Schutz, können Sie Ihre Haut mit UV-Schutz-Kleidung bedecken. Jede Kleidung verfügt über einen gewissen Schutz vor UV-Strahlung, die Frage ist nur, wie hoch dieser ist. Als UV-Schutz-Kleidung bezeichnete Shirts, Hosen und Capes haben einen entsprechend hohen UPF (eng. Ultraviolet Protection Factor).

Hinweis: Um die Gesamt-Schutzzeit zu ermitteln, rechnen Sie (analog zum LSF) folgendermaßen:
UPF x Eigenschutzzeit der Haut = gesamte Schutzzeit

Das Comité Européen de Normalisation (CEN) hat in Zusammenarbeit mit der Klinik für Dermatologie, Venerologie und Allergologie der Ruhr-Universität Bochum einen Europäischen Standard für UV-Schutz – EN 13758 – ausgearbeitet. Demnach müssen Textilien einen UPF von mindestens 40 aufweisen, um als UV-Schutz-Kleidung deklariert zu werden.

Auf seiner Webseite stellt das Hauttumorcentrum am Sankt-Josef-Hospital die wichtigsten Faktoren für eine UV-Schutz-Kleidung dar, darunter Beschaffenheit, Strapazierfähigkeit, Materialien, Farbstoff.

Im Ergebnis sind Textilien mit chemischen Fasern wie Polyester schützender als solche mit Naturfasern wie Leinen. Außerdem wurde der UV-Schutz an einem Kleidungsstück mehrmals geprüft: neu, gedehnt, gewaschen. Denn eine Dehnung oder das Waschen können den UV-Schutz senken. Hier kommt es also auf die Strapazierfähigkeit des Stoffes an. Kurze Shirts werden in diesem Standard gar nicht erst berücksichtigt, da sie die Haut aufgrund ihres Designs ungenügend schützen.

Auch das Färbeverfahren hat Einfluss auf den UV-Schutz. Je mehr Farbstoff (Pigmente) sich in den Textilien befindet, umso weniger UV-Strahlen werden durchgelassen. Zur Erinnerung: Auch die Haut bildet Pigmente, um sich zu schützen.

Quelle: Hauttumorcentrum am Sankt-Josef-Hospital

Der bisher strengste internationale Standard für UV-Schutz ist der UV-Standard 801, entwickelt von der Internationalen Prüfgemeinschaft für angewandten UV-Schutz, darunter Gründungsmitglied die Hohenstein-Institute. Dort findet sich eine Datenbank mit allen nach diesem Standard zertifizierten Herstellern und Produkten.

Die Datenbank können Sie hier aufrufen.

Während beim australischen und europäischen Standard die Kleidung nur im neuwertigen Zustand getestet wird, wird das Kleidungsstück beim UV Standard 801 darüber hinaus auf Alltagstauglichkeit wie Nässe, Waschen und Dehnen geprüft.

Textilien, die dem UV-Standard 801 entsprechen, tragen eine Kennzeichnung (Etikett). Auf diesem finden Sie unter anderem den Verweis „UV Standard 801“ sowie die Angabe zum Schutzfaktor (zum Beispiel „80“).

Baumkrone und Sonnensegel

Im Garten lässt sich Sonnenschutz vielseitiger herstellen als zum Beispiel am Mittelmeerstrand. Diesen Vorteil sollten Sie nutzen. Sie haben die Wahl zwischen textilen und natürlichen Sonnenschutz. Baumkronen wie zum Beispiel bei Dachplatanen haben immerhin einen UPF von 5 bis 15, Sonnensegel und Sonnenschirme etwa 15, mit ausgewiesenem UPF entsprechend länger.

Strandmuschel aus Polyester mit UPF 80
Strandmuschel aus Polyester mit UPF 80 (UV Standard 801) | Bild: Explorer

Textilien können Sonnencremes sogar übertreffen. Während nach heutigem Standard Cremes oft nicht mehr als LSF 50 erbringen, gibt es UV-Schutz-Kleidung und auch entsprechend zertifizierte Sonnenschirme, Markisen und Sonnensegel mit einem UPF von bis zu 80.

Quelle: uvstandard801.de

Sonnenkonto nicht überstrapazieren

Sonne und Licht sind wichtig für unser Wohlbefinden. Das Glückshormon Serotonin wird durch Licht aktiviert und das wichtige Vitamin D, das für Knochenstärkung und Stoffwechsel mitverantwortlich ist, wird erst vom Körper durch UV-Strahlung gebildet. Ohne Licht würde auch die Photosynthese nicht funktionieren, die Pflanzen würden keinen Sauerstoff produzieren. Doch aufgrund der schädlichen UV-Strahlung sollte ein längeres Verbleiben in der Sonne, vor allem in der Mittagssonne, mit Umsicht vonstatten gehen. Laut Deutsche Krebsgesellschaft erkranken jedes Jahr in Deutschland  mehr als 200.000 Menschen an Hautkrebs. Die Gefahr für Hautschäden lässt sich jedoch reduzieren, wenn vor der Einkehr in den Garten oder längeren Spaziergängen Schutzmaßnahmen gegen UV-Strahlung getroffen werden – von Kindheit an.

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