Elektro statt Gas: Infrarot-Terrassenstrahler für die Gastronomie

Übers ganze Jahr Gäste auf dem Freisitz – welche Gastronomie wünscht sich das nicht? Jahrelang waren Gasheizpilze die Lösung für ein Rundumwohlgefühl in Sommernächten wie an Wintertagen.

Einige Zeit nach dem Rauchverbot von 2007/2008 auch für die Gastronomie schossen die Pilze förmlich aus dem Boden. Um Raucher in oder zumindest an den Stuben zu halten, musste das Außengelände freundlich und vor allem warm gestaltet werden. Dafür waren die Gasheizpilze für viele die letzte, berechtigte, Hoffnung.

Doch mit den Pilzen der “Wende” ist in vielen Städten Schluss. Nicht erst seit der Kohlendioxid-Debatte stehen die Gasheizpilze auf dem Prüfstand. Denn schon in den Anfängen gab es Kontroversen rund um den Heizpilz: zu viel Ausstoß an Kohlendioxid und Stickstoffoxid. Neu ist das Thema also nicht. Doch bis es zu Alternativen kam, vergingen Jahre. Zeit genug für die Städte, sich ihre Meinung über die Wärmepilze zu bilden, Zeit, Verbote zu erlassen.

Was sind die Alternativen? Das Rauchverbot gilt nach wie vor. Inzwischen ist es sogar Mode geworden,  mit seinem Glas Wein nach draußen zu gehen und das nicht nur, um seinen Raucher-Freunden Gesellschaft zu leisten. Wird dieser Trend bestehen bleiben? Möglich ist es, denn immerhin gibt es mehr Wärmequellen als Gasstrahler für die Außengastronomie. Der aktuelle Trend heißt Elektro. Waren die ersten Elektro-Terrassenstrahler oft schwächer als die Gasheizpilze, ist mit den Infrarot-Strahlern nun eine Quelle gefunden, die mit dem Wohlgefühl durch Heizpilze durchaus mithalten kann.

Die ohnehin schon vorhandenen Vorteile von Elektro gegenüber Gas sollten dabei ebenfalls bedacht werden:

  • umweltfreundlich: deutlich weniger Emissionen
  • Energie direkt aus der Steckdose (230 Volt)
  • kein (offenes) Feuer
  • auch in Innenräumen aufzustellen (Restaurants, Hotels, Barstuben, Bierzelte etc.).
  • hinzu kommt: keine Luftverwirbelung, daher allergikerfreundlich
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Infrarotstrahler für Biergarten und Freisitz

Infrarotstrahler gibt es sowohl als Gasstrahler als auch strombetrieben (Elektrostrahler). Da Gasstrahler aus aktueller Sicht keine Zukunft haben, sind die elektrisch betriebenen Infrarotstrahler gegenwärtig die beste Alternative. Das Prinzip ist ähnlich: Ein Glühkörper (Glühwendel/Glühstab) wird durch Strom bzw. Gas erwärmt und gibt die Wärme als Infrarotstrahlung ab. Reflektoren leiten die Strahlung in den Wunschbereich, zum Beispiel auf die Tischgruppe auf Ihrem Freisitz.

Exkurs Infrarot: Licht, Wärme, Wellenlänge

Infrarot bedeutet nichts anderes als dass ein heißer Körper elektromagnetische Wellen (Licht/Wärme) in einem bestimmten Spektrum abstrahlt. Man nehme die Glühbirne: Ihre Zeit war gekommen, weil sie mehr Wärme (elektromagnetische Wellen im Infrarotbereich) als Licht (elektromagnetische Wellen im sichtbaren Bereich) abstrahlte. Da Licht bzw. die Beleuchtung ihre eigentliche Aufgabe gewesen ist, wurden Alternativen gesucht und gefunden.

Interessant ist jedoch, in welcher Wellenlänge Infrarot abgestrahlt wird. Je kurzwelliger die Strahlung, umso energiereicher ist sie, und um so einfacher kann sie die Luft durchdringen. Zwar benötigt Infrarot kein Medium (wie zum Beispiel die Luft), um sich auszubreiten. Doch die Energie der Wellen bedingt die Durchdringbarkeit der Umgebung(-sluft).

Übrigens: Die langwelligen Strahlen (Infrarot-C-Strahlen) sind zwar die mit der geringsten Energie. Bei windigem Wetter sind sie daher eher ungeeignet. Im Innenbereich (ohne Wettereinfluss) werden sie jedoch als sehr angenehm empfunden. Heizpaneele zum Beispiel emittieren langwellige Infrarotstrahlen.

Über die meiste Energie verfügen die kurzwelligen Infrarotstrahlen. Die Energie reicht aus, um den Körper (Ihrer Gäste und Einrichtung) auch bei Wind direkt zu erwärmen. Der Effekt von Infrarot-A-Strahlen, wie kurzwellige Infrarotstrahlen auch genannt werden, lässt sich mit den Sonnenstrahlen im Winter vergleichen. In der Sonne ist es warm, einen Schritt daneben treten und es ist wieder kalt. Ein Infrarotstrahler im Außenbereich fungiert im Idealfall als künstliche Sonne, und das, ohne schädigende UV-Strahlen abzugeben.

UV – Licht – IR

Zur Verdeutlichung: Der Bereich des für Menschen sichtbaren Spektrums wird von der einen Seite durch Ultraviolett (UV) und von der anderen durch Infrarot (IR) begrenzt: UV — (sichtbares) Licht — IR. In grafischen Darstellungen wird die Wellenlänge von links nach rechts dargestellt. Links sind die Wellen am kürzesten, rechts sind sie am längsten.

Nimmt die Wellenlänge ab, nimmt die Energie zu. Weniger Wellenlänge bedeutet also mehr Energie. Da sich die kurzwelligen IR-Strahlen nahe des sichtbaren Spektrums (Licht) bewegen, sind sie die energiereichsten und von allen drei IR-Strahlenarten am deutlichsten optisch wahrzunehmen.

In diesem Zusammenhang können Ihnen bei Ihrer Suche folgende Bezeichnungen begegnen, daher sei auf diese kurz hingewiesen: Der Bereich nahe des Lichtes wird als NIR (nahes Infrarot) bezeichnet. Der mittlere Bereich wird dagegen MIR (mittleres Infrarot) genannt und der IR-Bereich, der am weitesten vom sichtbaren Spektrum entfernt ist, FIR (fernes Infrarot).

Fazit: Strahler mit kurzwelligen Infrarotstrahlen sind solche, die die meiste Energie aufweisen und besonders deutlich rötliches Licht emittieren.

Infrarotstrahlen nahe am Spektrum des sichtbaren Lichtes: Kurzwellen-Infrarotstrahler Term 2000 von Burda

Low Glare für Kerzenschein

Der Vollständigkeit halber sei erwähnt, dass es inzwischen auch Technologien gibt, die selbst den Kurzwellen-Strahlern prozentual das Licht nehmen können. Diese sind mit “Low Glare” oder ähnlichem bezeichnet. Sie ermöglichen bei Kurzwellen-Strahlern weniger Rotlicht. Bei den Strahlern Term Tower Palms von Burda kann beispielsweise mit einem speziellen Filter (Ultra Low Glare) das emittierende Licht bis zu 80% reduziert werden.

Rotlicht oder Kerzenlicht? Mit Burdas Low Glare bzw. Ultra Low Glare (rechts im Bild) ist eine Lichtreduktion bis ca. 80 Prozent möglich.

Während bei der Glühbirne das Licht erwünscht und die Wärme unerwünscht war, ist es nun beim Infrarotstrahler genau umgekehrt. Hier ist Wärme erwünscht und Licht eher ein ungünstiges “Nebenprodukt”. Eine romantische Kerzenschein-Atmosphäre ist eher mit einem Lichtfilter möglich. Unter einem Infrarot-A-Strahler mit Low Glare ist es warm und die angemessene Beleuchtung obliegt Ihnen, sei es mit Kerzen, Lichterketten oder ähnlichem.

Den richtigen Infrarotstrahler für den Freisitz finden

Schlagworte wie Terrassenstrahler lassen darauf schließen, dass das Gerät für den Außenbereich geeignet ist. Hier sei zu beachten, dass auch B- und C-Wellen-Strahler als Infrarot-Terrassenstrahler bezeichnet werden können. Um die Bezeichnung zu verdienen, ist nicht die Wärme-Effizienz entscheidend, sondern die Möglichkeit der Outdoor-Nutzung. Infrarot-Strahler, die beispielsweise der Schutzart IP 44 (gegen Spritzwasser und gut gegen Schmutz, Fremdkörper geschützt) entsprechen, sind für den Außenbereich geeignet. Auch Strahler mit IP 24 (gegen Spritzwasser und gegen Fremdkörper mit einer Größe bis 12,5 mm geschützt) werden Sie finden. Ein Indoor-Strahler dagegen muss keine hohe Schutzart aufweisen – außer Sie möchten ihn ins Badezimmer stellen.

Infrarot-Kurzwellen-Strahler von Burda: Term 2000, hängend unter einem Schirm (links) und Term Palms von Burda: Infrarot-Kurzwellen-Strahler als Stand-Gerät. Beide verfügen über die Schutzart IP 64.

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Glühkörper und Wellenlänge

Selten stehen die Wellenlänge bzw. die Angabe “kurzwellig” (A), “langwellig” (B), “mittelwellig” (C) im Produktblatt. Um sich dennoch ein wenig zu orientieren, können Sie sich mit der Definition des Glühkörpers behelfen:

  • Glühkörper mit Halogen sowie Glühkörper mit Halogen und Quarz emittieren Strahlung eher im Bereich kurz- und mittelwellig.
  • Glühkörper mit Quarz senden Strahlen im Bereich mittelwellig aus.
  • Glühkörper aus Carbon emittieren eher im oberen Bereich der IR-B-Strahlung.
  • Glühkörper mit Metallrohr oder Keramik strahlen eher im mittel- bis langwelligen Bereich.

Dies ist nur eine Orientierung. Weitere Kriterien für einen effizienten Strahler sind beispielsweise die Beschaffenheit des Glühkörpers sowie die seiner Ummantelung und die der Reflektoren. Natürlich steht es Ihnen auch frei, den Händler oder Hersteller direkt zu fragen, ob es sich um kurz, mittel oder langwellig beim entsprechenden Infrarotstrahler handelt.