“Rettet die Bienen” lautet ein Slogan und ein bayrisches Volksbegehren. Dieser Tage ist das Thema “Bienensterben” wieder allerorts präsent. Wie auch Sie mit kleinen Mitteln die Bienen schützen können, erfahren Sie hier.

Garten für Mensch und Biene

Bienen werden durch den Nektar in Blüten angelockt und Menschen erfreuen sich an Blütenduft und Farbenpracht. Warum dieses Gemeinsamkeit nicht nutzen? Damit Sie sich und den Bienen eine Freude bereiten können, pflanzen Sie gezielt die Blumen an, die Bienen fürs Überleben benötigen.

Lupinen und Astern gehören ebenso dazu wie der Lavendel. Viele Beeren- und Ziersträucher, vor allem der Brombeer- oder Himbeerstrauch, sind nicht nur für Sie, sondern auch für die Bienen bekömmlich. Die Blüten der Schlehe können zu einem wohlschmeckenden Tee verarbeitet werden und in ihnen steckt sehr viel Nektar für die Bienen. Auch die Früchte sind essbar. Ebenso wie die der Kornelkirsche, aus ihr lassen sich Weine herstellen oder sie dekoriert Speisen.

Ganz besonders aber können Sie die emsigen Hautflügler mit Obstbäumen erfreuen: Die Blüten von Apfelbaum und Kirschbaum sind wichtige Nahrungsquellen für Bienen. Auch die Weide ist ein Willkommensangebot für die Nützlinge.

Balkongarten für die Bienen

Auch im Balkongarten gedeihen Pflanzen, die für Bienen viel Nektar bereithalten. Neben den verschiedenen Kräutern wie Thymian, Rosmarin und Oregano, Salbei und Koriander lassen sich ebenso Garten und Balkon mit Lavendel, Sonnenblumen, Winterheide oder der Seidenpflanze schmücken. Insbesondere Sonnenblume und Seidenpflanze haben viel Nektar zu bieten.

Kräuter von Kiepenkerl ansehen: Koriander, Rosmarin, Griechischer Oregano

Unterschlupf für Bienen

Insektenhotels sind eine einfache Möglichkeit, damit die Bienen sich im Garten niederlassen. Dort finden sie Schutz vor Niederschlägen und können ruhen.

Insektenhotel von Habau

Winterquartier, Nistplatz und Schutz bietet ein Insektenhotel für die kleinen Bewohner

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Um den Honigsammlern unter den gefährdeten Bienen eine Werk- und Ruhestätte zu geben, können Sie auch Bienenkästen anbringen. Zahlreiche Bauanleitungen für artgerechte Bienenkästen kursieren im Internet. Mehr dazu finden Sie im Magazin-Beitrag: Balkongarten/Abschnitt: Der Balkonier als Hobbyimker

Dunkle Europäische Biene (Apis mellifera mellifera) | Bild: brudertack69 stock.adobe.com
Unsere einzige einheimische Honigbiene: Die Dunkle Europäische Biene (Apis mellifera mellifera) gehört zu den gefährdeten Arten | Bild: brudertack69 stock.adobe.com

Warum Bienen schützen?

Unsere Bienen sind in ihrem Bestand stark gefährdet, ca. 30 vom Aussterben bedroht. Besonders gegenüber der aus Asien stammenden Varroamilbe und der südostasiatischen Hornisse Vespa velutina können sich die einheimischen Bienen nur schwer zur Wehr setzen.

Eine infizierte Vorroamilbe macht die Bienen krank und schwach, die Hornisse jagt sie bis zur Erschöpfung und tilgt sie. Darüber hinaus schwächen Insektizide Schädlinge wie Nützlinge.

Biene auf Lavendel | Bild: Dieter Fuchs stock.adobe-com

Bienen sind für zahlreiche Blütenpflanzen überlebenswichtig

Weniger Bienen bedeutet für Blütenpflanzen weniger Bestand. Denn während die emsigen Besucher von Blüte zu Blüte fliegen, tragen sie das Erbgut weiter, das den Pollen innewohnt. Der Nektar dient als Lockmittel. Pflanzen benötigen ihn nicht für sich, für die Bienen ist er Nahrung.

Ohne die nützlichen Insekten werden weniger Blüten bestäubt. Die uralte Überlebensstrategie, mit der sich Blütenpflanzen fortpflanzen, ist somit in Gefahr. Betroffene Nutzpflanzen sind unter anderem Blumen, Obstbäume, Kräuter und Gemüse. Und nicht zuletzt ist die Vogelwelt gefährdet, die sich von Insekten ernährt.

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