Saubere Verbrennung mit Holz

Kaminofen mit Feuerholz
Kaminofen mit Feuerholz | Bild: Marco2811 fotolia.com

Mit Holz entscheidet man sich für einen CO2-neutralen, umweltfreundlichen Brennstoff. Für eine saubere Verbrennung müssen jedoch einige Grundregeln beachten werden.

CO2-neutral heizen

Heizen mit Holz ist fast so alt wie die Menschheit und gerade in Zeiten von Umweltproblemen und Ressourcenknappheit so aktuell wie nie. Heizen mit Holz ist deshalb so umweltfreundlich, da bei der Verbrennung nur so viel CO2 ausgestoßen wird, wie der Baum in seiner Wachstumsphase aufgenommen hat. Dieselbe Menge Kohlendioxid würde auch bei der Verrottung freigesetzt werden. Die Holzverbrennung wird aus diesem Grunde als  CO2-neutral angesehen. Holz schont zudem die Vorräte fossiler Brennstoffe wie etwa Kohle oder Gas und stellt eine günstige Alternative zu Heizöl dar. Dennoch sollten Sie sich ein paar Grundregeln halten, um auch bei der Holzverbrennung unnötige Emissionen zu vermeiden.

Wahl des richtigen Brennstoffes

Optimal ist naturbelassenes, trockenes Holz, am besten Scheitholz (Birke, Buche etc.). Hart- und Weichholzer unterscheiden sich vor allem durch ihr unterschiedliches Gewicht (siehe untere Tabelle), doch auch ihre Heizwerte weichen voneinander ab. Hartholz ist sehr schwer und brennt durch seinen niedrigeren Harzanteil weit ruhiger und emissionsfreier als weiches Fichten- oder Pappelholz.

Auf lackiertes oder imprägniertes Holz, Spanplatten oder sonstigen Abfall sollten Sie verzichten. Auch Papier und Zeitschriften sollten aufgrund der Druckerfarben nie den Weg in den Ofen finden – ganz zu schweigen von Plastik oder Styropor. Wer dennoch eines dieser Materialien verfeuert, sollte sich im Klaren darüber sein, dass damit nicht nur die Umwelt geschädigt wird, sondern auch der Kaminofen. Denn moderne Kaminöfen sind mit einer zentralen Verbrennungszufuhr ausgestattet, die durch den erhöhten CO2-Ausstoß negativ beeinträchtigt werden könnte. Mehr über falsche und zulässige Brennstoffe finden Sie im Magazin.

Das passende Holz können Sie über entweder aus dem Fachhandel oder direkt aus dem Wald beziehen. Für das Sammeln von Waldholz benötigen Sie einen Holzsammelschein. Geschlagenes Holz sollte je nach Holzart etwa zwei bis drei Jahre lagern. Mehr über das Lagern von Kaminholz beschreibt Ihnen der Artikel.

Einflüsse auf die Verbrennungstemperatur

Einflussgröße Effekt Verbrennungstemperatur
Weichholz (Fichte, Tanne, Kiefer, Weide etc.) geringe Dichte -> größere Oberfläche höher
Hartholz (Eiche, Buche) höhere Dichte niedriger
Holzfeuchte hoch Wasser muss verdampft werden niedriger
Holz klein gehackt größere Oberfläche höher
große Holzmenge mehr Heizenergie höher
Primärluft auf Luftüberschuss in der Glut höher
Sekundärluft auf Luftüberschuss in der Flamme höher
Drosselklappe auf keine Zugbegrenzung höher
hoher Schornstein höherer Zug höher
Edelstahlschornstein glatte Oberfläche -> großer Zug höher
gemauerter Schornstein innen rauh -> geringerer Zug niedriger

Merkmale zur Beurteilung der Verbrennung

Merkmal Verbrennungstemperatur
Sichtscheibe verrußt komplett zu niedrig
Auskleidung (Vermiculite oder Schamotte) verrußt zu niedrig
Qualmbildung über Flammenende zu niedrig
Verzunderungen (Oxidation) an Metallteilen zu hoch
Ofen tickt oder knackt stark zu hoch

Hinterlasse jetzt einen Kommentar

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*