Kaminofen aufstellen und anschließen

Schwarzes Ofenrohr © maho fotolia.com
Schwarzes Ofenrohr © maho fotolia.com

Das Aufstellen einer Feuerungsstätte wie einem Kaminofen, Kaminbausatz, Kamineinsatz, Ölofen, Pelletofen, Holz- und Kohleherd etc. sind grundsätzlich genehmigungspflichtig und mit dem zuständigen Schornsteinfeger abzustimmen. Die erforderlichen Sicherheitsabstände sowie die zur Schornsteinberechnung erforderlichen Daten finden Sie bei den technischen Daten des jeweiligen Ofens. Es empfiehlt sich, diese vor dem Kauf auszudrucken und mit dem Kaminkehrer zu besprechen. Bitte beachten Sie unbedingt den erforderlichen Kaminzug (Förderdruck). Dieser Wert kann bei jedem Modell anders sein, denn der Schornstein ist das Herz einer jeden Feuerungsanlage. Eine Abweichung des notwendigen Förderdrucks um +/- 25 % des genannten Nennwerts sind in der Regel unbedenklich.

  • Verwenden Sie saubere Handschuhe und behandeln Sie die Lackflächen vorsichtig. Kaminöfen und Kamineinsätze sind, mit Ausnahme von emaillierten Öfen, mit einem Einbrennlack lackiert, der erst nach dem erstmaligen Aufheizen auf Betriebstemperatur (Nennlast) aushärtet und somit seine Kratzfestigkeit erzielt.
  • Der Ofen oder Herd zum Transportieren sollten Sie, falls erforderlich, mit einem Spanngurt auf eine Sackkarre spannen.
  • Glas-Funkenschutzplatte von Lienbacher
    Glas-Funkenschutzplatte von Lienbacher
    Schmutzlippe für Glas-Platten
    Schmutzlippe für Glas-Platten

    Stellen Sie Ihren Kaminofen auf eine Glas-Funkenschutzplatte, wählen Sie eine Platte mit Schmutzlippe wie zum Beispiel eine Dichtlippe aus Silikon. Durch eine Schmutzlippe vermeiden Sie, dass sich Staub und Schmutzpartikel unter der Glas-Funkenschutzplatte ansammeln.

  • Auch empfiehlt es sich, kleine Filzgleiter, wie sie bei Stuhlbeinen oder Möbelstücken eingesetzt werden, unter den Kaminofen zu kleben. Sie schonen damit die Funkenschutzplatte und können auch kleine Unebenheiten ausgleichen.

Die erforderlichen Sicherheitsabstände entnehmen Sie der Bedienungsanleitung für den gekauften Ofen. Die bei Ihnen notwendigen Sicherheitsabstände von Ihrem Ofenrohr sowie den brennbaren Materialen können Sie bei Ihrem Kaminkehrer erfragen.

  • Das Ofenrohr sollten Sie möglichst kurz halten (maximal 1,5 Meter) und leicht steigend verlegen.
  • Die Länge des Ofenrohrs können Sie anpassen.
  • Das Ofenrohr stecken Sie in das Wandfutter. Anschließend rücken Sie den Ofen vorsichtig nach hinten
  • Das Ofenrohr ist für die optische Wirkung des neuen Möbelstücks genauso entscheidend wie der Ofen selbst. Lassen Sie sich Zeit bei der Wahl des Standorts und der Positionierung des Ofens.
  • Der Ofen muss immer erst an die passende Stelle gerückt werden. Erst dann ist das Rauchrohr auszumessen und ggf. anzupassen. Für die Montage des Rauchrohrs wird der Ofen gegebenenfalls wieder etwas abgerückt.
Ofenrohrlack Kamino
Ofenrohrlack zum Ausbessern von Kratzern
  • Sollten Kratzer am Rauchrohr entstehen, können Sie die Ofenrohre nach erfolgter Montage mit dem entsprechenden hitzebeständigen Lack aus der Sprühdose überlackieren. Die Rohre sind ebenfalls mit einem Einbrennlack lackiert, der erst nach mehrmaligem Aufheizen ausgehärtet und dadurch kratzfester wird. Vor dem Überlackieren sollten Sie Ofen und Wand abkleben, sodass keine Spritzer auf dem Ofen oder sogar an der Wand kommen können.

Der Einbrennlack Ihres Ofens und dem Ofenrohr wird erst nach dem Aufheizen auf Betriebstemperatur (ca. 1 Stunde) und anschließendem Abkühlen fest. In der Aufheizphase wird der Lack zunächst weich und ist deshalb besonders empfindlich, auch unter dem Türgriff. Befüllen Sie den Ofen daher bei der ersten Inbetriebnahme so, dass die Tür zum Nachlegen nicht geöffnet werden muss. Übertreiben Sie es aber nicht, sonst wird der Ofen zu heiß und kann sich verformen.

  • Beim ersten Anheizen führen Lackausgasungen an Ofen und Ofenrohr zu Rauchentwicklung und Geruchsbelästigung.
  • Öffnen Sie deshalb Fenster und Türen und sorgen Sie für gute Raumbelüftung.
  • Halten Sie sich während dieses Vorgangs nicht unnötig im Aufstellraum auf, um Gesundheitsbeeinträchtigungen zu vermeiden.
  • Heizen Sie mindestens 1 Stunde lang bei maximaler Belastungstemperatur (gemäß Betriebsanleitung).
  • Sollte beim ersten Heizvorgang die maximale Temperatur nicht erreicht werden, kann es unter Umständen auch später noch zu den genannten Lackausgasungen kommen.

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