Fliesen: Außenbelag für die Terrasse

Terrasse in Bau
Terrasse in Bau © JuneJ shutterstock.com

Was gibt es Schöneres, als auf der Terrasse ein gemütliches Frühstück einzunehmen, am Nachmittag Kaffee zu genießen oder am Abend mit Freunden zusammensitzen? Im Freien sitzt und ist es sich doch am besten. Und was macht die Terrasse zu einer gemütlichen Terrasse? Der richtige Bodenbelag! Sie können wählen zwischen Holz- oder Steinbelag. Wir empfehlen Ihnen robuste Fliesen für den Außenbereich.

Doch wie werden Außenfliesen eigentlich verlegt und welche sind die richtigen dafür? Das erklären wir Ihnen jetzt!

Fliesen für den Außenbereich

Fliesen im Außenbereich müssen viel aushalten können. Dabei besteht die größte Herausforderung in Feuchtigkeit und Frost. Fliesen aus Feinsteinzeug haben wenige Poren, in denen sich Wasser befindet oder einziehen kann. Das Material besitzt eine Wasseraufnahme von 0,5 Prozent. Die besten ihrer Art verfügen sogar nur über 0,03 Prozent. Aus diesen Gründen empfehlen sie sich für den Außenbereich.

Das hochwertige Material beschädigen Sie allerdings schnell wieder, wenn Sie es polieren, sandbestrahlen oder bedrucken lassen. Prüfen Sie die Wertigkeit einer Fliese, die Feinsteinzeug genannt wird, lieber etwas genauer, wenn diese eine raue oder bedruckte Oberfläche hat.

Außenfliesen verlegen

Bei allen Größen des Fliesenspiegels und bei allen Varianten der Fliesenverlegung bleiben aber ein paar Dinge gleich: Sie brauchen einen tragfähiger Untergrund und ein ausreichendes Gefälle (2%) für das Ablaufen des Wassers.

Beim Verlegen der Fliesen im Außenbereich können Sie zwischen drei verschiedenen Verlegearten wählen, die wir Ihnen jetzt näher vorstellen wollen.

Vollständige Verklebung der Fliesen

Einige Häuslebauer verwenden nach wie vor für die Outdoor-Fliesen Flexklebemörtel. Zu empfehlen ist diese Variante allerdings nicht. Mörtel dichtet die Fugen zwar ab, engt sie aber zugleich ein. Terrasse oder Balkon sind Außenbereiche, die der Witterung permanent ausgesetzt sind. Bei Regen, Schnee oder Hagel gelangt Wasser in die Fugen und wäscht sie nach und nach aus. Bei Frost gefriert das Wasser in den Fugen, dehnt sich aus und bricht den Mörtel, was zu unschönen Verfärbungen und Ausblühungen an der Oberfläche führt. Für den Innenbereich ist diese Methode nach wie vor nützlich. Für den Außenbereich haben Sie andere Möglichkeiten.

Fliesen verlegen
Fliesen mit Mörtel verlegen

Verlegung auf Säcken

Was Ihr Bodenbelag braucht, ist eine Drainage. Diese schaffen Sie durch das lose Verlegen von Fliesen. Eine Methode dabei ist die Verlegung auf Säcken. Dazu werden Säckchen mit Estrichklebemörtel gefüllt und als Unterlegung für die Platten genutzt. Durch die lose verlegten Fliesen kann das Wasser problemlos ablaufen. Um Staunässe im entstandenen Hohlraum zu vermeiden, nutzen Sie am besten noch Drainagematten.

Schritt für Schritt

  1. Säubern des Außenbereiches
  2. tragfähigen Untergrund schaffen
  3. Abflusssystem unterhalb des Terrassenbodens einplanen
  4. Mörtel auftragen
  5. Drainagematte verlegen
  6. Mörtelsäckchen setzen: eines in jede Plattenecke und eines in die Plattenmitte
  7. Platten auf den Mörtelsäckchen verlegen

Verlegung auf Stelzlagern

Dies ist die Methode, die wir Ihnen empfehlen. Sie ähnelt der Verlegung auf Säcken,  doch ermöglicht sie die größte Flexibilität. Mögliche Unebenheiten können problemlos durch das Verstellen der Stelzlager ausgeglichen und Höhenunterschiede überbrückt werden. Die Firma Buzon ist einer der Anbieter passenden Materials.

Mit einem Stelzlager werden Außenfliesen/Außenplatten verlegt
Mit einem Stelzlager werden Außenfliesen/Außenplatten verlegt, Bild: www.franke-raumwert.de

Anstelle der Säckchen platzieren Sie die Stelzlager, in jede Plattenecke eine und eine in der Mitte. Professionelle Stelzlager haben seitliche Begrenzungen, in denen die Platten quasi einrasten können. Ein Wegrutschen ist also ausgeschlossen. Außerdem verfügen Profi-Stelzlager über drehbare Zylinder, mit denen Sie Höhenunterschiede zwischen 28 mm und 965 mm ausgleichen können.

Besser als Kies

Bei der losen Verlegung von Außenfliesen sollten die Abstände zwischen den verlegten Terrassenplatten einheitlich 3 bis 6 mm betragen. Dabei ist es egal, ob Sie durch Säcke oder durch Stelzlager Ihre Platten verlegen. Die Fugen bleiben also offen. Den Mörtelkleber, wie er noch bei Methode 1 verwendet werden müsste, kommt hier nicht zum Einsatz.

Bis vor einigen Jahren war die beste Methode, das lose Verlegen auf Kies. Da die Verlegung auf Säcken oder auf Stelzlagern aber mehr Wasserdurchlässigkeit zulässt, sollten Sie im Außenbereich diese Methoden vorziehen.

Das Wasser fließt durch die offenen Fugen viel besser ab. Das oben schon erwähnte Abflusssystem ist dafür da, dass unter den Platten keine Staunässe entsteht. Denken Sie also an das 2-Prozent-Gefälle und lassen Sie durch ein seitliches Gitter dem Wasser die Möglichkeit, abzulaufen.

So vermeiden Sie unschöne Risse und können Ihr Frühstück oder Ihren Kaffee noch lange auf der Terrasse genießen.

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