Feuerschale vorm Gartenhaus

Flammen in einer Feuerschale | Bild: juhe-IdeeID shutterstock.com
Flammen in einer Feuerschale | Bild: juhe-IdeeID shutterstock.com

In der Abenddämmerung oder nach Einbruch der Dunkelheit ein gemütliches Feuer entzünden und sich daran wärmen, Stockbrot oder Marshmallows rösten und den Tag ausklingen lassen – das lässt sich vor allem im eigenen Garten hervorragend tun. Aber aufgrund von Brandschutzauflagen kann nicht einfach drauflos gezündelt werden, wie es gerade beliebt. Feuerschalen dämmen die Gefahr und sind überdies vielseitig einsetzbar. So können Sie die Flammenpracht in Ihrem Garten problemlos und risikofrei genießen.

Feuerschalen – Modelle und Materialien

Die wichtigste Eigenschaft, die eine Feuerschale mitbringen muss, ist die der Feuerfestigkeit. Es muss gewährleistet werden, dass die Schale den hohen Temperaturen von Feuer und Glut standhält, das heißt: weder selber Feuer fängt noch sich verformt. Dadurch können Stoffe wie Holz oder Plastik von vornherein ausgeschlossen werden. Die geeigneten Materialien, aus denen heutzutage Feuerschalen hergestellt werden, listen wir hier im Folgenden auf:

  • Stahl
  • Gusseisen
  • Keramik
  • Edelstahl
  • Eisen

Stählerne Feuerstellen

Stahl gehört zu einem beliebten Metall in der Verarbeitungsindustrie. Je nach Legierung und Veredelung kann es qualitativ hochwertig oder extrem preisgünstig sein. Gerade im Außenbereich sollten Sie jedoch auf eine gewisse Qualität achten. Pulverbeschichtete und/oder feuerverzinkte Feuerschalen sind in diesem Bereich zu empfehlen, da die Schalen durch die Veredelungen witterungs- und korrosionsbeständig werden.

Feuerschale Loki aus beschichtetem Stahl | Bild: Pergart
Feuerschale Loki aus beschichtetem Stahl | Bild: Pergart

Dies gilt allerdings nur solange, wie die Beschichtung haftet. Sobald sie sich löst, kann die Feuerschale für Rost anfällig werden. Eine sorgsame Pflege ist daher zu empfehlen.

Feuerschale Edelstahl

Feuerschalen aus Edelstahl sind heutzutage sehr gängig und beliebt. Edelstahl hat den Vorteil, dass es sehr hitzebeständig ist. Außerdem ist es aufgrund seiner Oberflächenstruktur sehr leicht zu reinigen. Sein Gewicht ist wesentlich geringer als zum Beispiel bei Eisen- oder Gusseisen-Feuerschalen. Feuerstellen aus diesem Material lassen sich daher vergleichsweise einfach transportieren.

Feuerschale Edelstahl Madrid | Bild Activa
Feuerschale Edelstahl Madrid | Bild Activa Grillküche – mehr Feuerschalen unter Feuerschalen und Feuerstellen

Nicht selten sind es vor allem Angebote aus Edelstahl, bei denen die Konstrukteure die Möglichkeit erkannt haben, aus einer Feuerschale mehr als nur Unterlage eines Lagerfeuers zu machen. Ihre Spezifik und spezielles Zubehör erlaubt es meistens, sie auch zum Grillen zu benutzen. Dies führt zwar einerseits dazu, dass eine solche Schale mit Zubehör ein bisschen teurer ist als zum Beispiel aus Stahl, spart Ihnen aber andererseits die Anschaffung eines Grills und amortisiert sich sehr schnell.

Gusseiserne Modelle

Feuerschalen aus Gusseisen sind ungleich schwerer als Schalen aus Edelstahl. Die Oberfläche ist sehr rau, sodass eine solche Schale nie ganz sauber werden kann. Der Vorteil der gusseisernen Feuerstellen liegt jedoch in der hohen Wärmespeicherkapazität. Außerdem passt die Optik in ein robustes und naturnahes Ambiente wie einen Garten. Das Gewicht ist zwar beim Transport von Nachteil, jedoch garantiert es zugleich eine hohe Standsicherheit.

Feuerschale aus Gusseisen und Stahl| Bild: Barbecook
Feuerschale aus Gusseisen und Stahl | Bild: Barbecook

Feuerschale aus Keramik

Ein Sonderfall sind Feuerschalen aus Keramik. Dabei sollten Sie nicht nur an klassisches Email (Emaille) oder Terrakotta denken. Keramik kann dermaßen hitzebeständig sein, dass selbst die amerikanische Weltraumbehörde NASA sie schon als Hitzeisolierung benutzt hat. Derartige Keramik hat ein Wärmespeichervermögen, das dasjenige von Stahl um das Dreifache übersteigt. Aus ähnlichen Keramikgemischen können Sie heutzutage ebenso Feuerschalen erwerben, die sich auch problemlos zu einem Grill umfunktionieren lassen.

Zubehör für Feuerschalen

Um die Feuerschale als Grill nutzen zu können, bedarf es des notwendigen Zubehörs. Dieses ist für gewöhnlich nicht im regulären Lieferumfang enthalten, kann aber passend zu vielen Modellen separat erworben werden.

  • Grillroste sind unerlässlich, wenn Sie Steaks, Bratwürste und Co. mit Ihrer Feuerschale zubereiten möchten. Je nach Modell können Sie einen einfachen Rost oder Schwenkarme beziehungsweise Grillgalgen bekommen. Auch Wokschalen sind erhältlich.
  • Funkenschutz-Gitter sind ebenfalls ein lohnenswertes Zubehör für Feuerschalen, gerade bei windigem Wetter und insbesondere dann, wenn Sie die Schale an einem Ort aufgestellt haben, der Funkenflug in eine ehr ungünstige Richtung zulässt.
  • Deckel für Feuerschalen sind ein wichtiges Zubehörteil, denn sie halten Feuchtigkeit beziehungsweise Regenwasser aus der Schale fern und ersparen dem Besitzer zudem viel Arbeit bei der Reinigung.
  • Einsätze für Feuerschalen dienen dazu, das geschürte Feuer zusätzlich im Zaum zu halten, wenn man es nicht permanent im Auge behalten möchte. Dabei handelt es sich um Metallkörbe, die nach oben hin offen sind und in die das Brennholz eingefüllt wird. Die Feuerschale dient dabei quasi nur noch als Unterlage für das Feuer.

Feuerschale aufstellen

Haben Sie sich erst einmal für eine Feuerschale entschieden, gibt es noch ein paar Grundregeln, die Sie beherzigen sollten, um Sorge zu tragen, dass die Schale sicher steht und die Brandgefahr auf das absolute Minimum reduziert werden kann.

Der richtige Untergrund

Selbstverständlich sollte der Boden, auf dem die Feuerschale ruht, ebenso feuerfest sein wie die Schale selbst. Dazu gehört auch, dass dort keine entzündlichen Elemente (wie zum Beispiel Rindenmulch oder trockenes Laub) herumliegen. Geeignet sind Stein, Fliesen oder auch Sand beziehungsweise Kies. Die Hauptsache ist, dass die Feuerschale fest steht und auch im befüllten Zustand nicht wackelt. Hinzu kommt, dass ein ausreichend großer Abstand zwischen dem Boden und der Unterseite der Schale bestehen sollte.

Der beste Standort

Beim Abbrennen des Feuers kann es zu Rauchentwicklung kommen, selbst dann, wenn das Holz trocken ist und kein Laub etc. mitverbrannt wird. Daher vermeiden Sie das Aufstellen der Feuerschale in unmittelbarer Nähe zum Nachbargrundstück oder zur außen gelegenen Straße. Wählen Sie einen Ort, wo selbst bei stärkerem Wind kein konzentrierter Rauch mehr bei Passanten oder Nachbarn ankommen kann.

Terrassenfeuer/Terrassenkamin | Bild: Aduro
Terrassenfeuer/Terrassenkamin | Bild: Aduro

Natürlich sollten Sie die Schale auch nur unter freiem Himmel positionieren. Denn wenn Sie sich einmal verkalkulieren und die Flammen höher schlagen als geplant, sengen Sie sich schlimmstenfalls die Decke Ihrer überdachten Terrasse oder Ihres Gartenpavillons an. Der Grundsatz: „Feuerschalen nur im Freien aufstellen!“ sollte also immer beherzigt werden.

Tipp: Möchten Sie eine Feuerstelle auf einer überdachten Terrasse, wäre eine sichere Alternative ein Terrassenofen oder ein Terrassenkamin. Beide bestehen nicht nur aus einem Untergestell, sondern auch aus einem Feuerraumdeckel bzw. sind mit Rauchabzug ausgestattet. Die Flammen stoßen somit immer an eine Grenze, die in den meisten Fällen aus Stahl oder Edelstahl besteht.

Brennstoffe für Feuerschalen

Was für ein klassisches Lagerfeuer gilt, stellt sich bei der Verwendung einer Feuerschale nicht anders dar. Nutzen Sie ein wenig Reisig sowie Zeitungspapier, über das Sie größere Holzscheite und Äste aufschichten. Gehen Sie dabei nach dem Tipi-Prinzip vor und sorgen Sie dafür, dass der Stapel genug Luftdurchlässe bietet. Die Flammen werden nach der Entzündung des Reisigs bzw. des Papiers nach und nach auf die größeren Holzstücke umschlagen. Wenn Sie eine Feuerschale mit Grillfunktion besitzen, können Sie auch direkt Holzbriketts nutzen; allerdings sind diese für ein Feuer eher ungeeignet.

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Gut durchgetrocknetes Hartholz ist das optimale Brennmaterial für Feuerschalen | Bild: Photographee.eu shutterstock.com

Das Holz sollte in jedem Fall gut durchgetrocknet sein. Im Idealfall wurde es einem zweijährigen Trocknungsprozess unterworfen. Feuchtes oder gar nasses Holz entwickelt beim Abbrand sehr starken Qualm, was das Feuererlebnis nicht nur für Sie unangenehm macht, sondern auch eine Belästigung für Ihre Nachbarn bedeuten kann. Auch harziges Holz sollten Sie nach Möglichkeit nicht für die Verfeuerung verwenden. Denn das Harz platzt bei erhöhten Temperaturen im Holzinneren und führt dadurch außen zu erhöhtem Funkenflug. In keinem Fall sollten Sie behandelte oder lackierte Holzteile in das Feuer geben. Auch Hausmüll und Gartenabfälle dürfen nicht verfeuert werden.

Feuer anzünden und am Brennen halten

Das Entzünden des Feuers sollte, wie oben bereits beschrieben, mit Papier und Reisig erfolgen. Auch Grillanzünderwürfel und/oder Sägespäne kommen in Frage. Verzichten sollten Sie jedoch auf flüssigen Grillanzünder, Spiritus oder gar Benzin. Diese verursachen unangenehme Gerüche, welche sich auch dauerhaft in der Schale festsetzen können. Dazu kommt die Explosionsgefahr, die mit der Verwendung solcher Anzünder einhergeht.

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So schichten Sie das Brennholz in der Feuerschale richtig auf | Bild: Bolancici shutterstock.com

Wenn das Feuer erst einmal in Gang gekommen ist, sollten Sie es nach Möglichkeit mit Hartholz am Laufen halten. Weichholz funktioniert zwar ebenfalls, brennt aber schneller ab und beschert somit nur ein vergleichsweise kurzlebiges Feuervergnügen. Wichtig beim Aufbau und Nachlegen: Achten Sie darauf, dass das Feuer nicht zu hoch brennt. 1 Meter Flammenhöhe kann als Maximalwert angesehen werden.

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